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Perusini

Persusini - TurmUnser Besuch des Perusini Anwesens liegt schon ein bisschen zurück, aber wir zehren immer noch davon. Grund dafür sind nicht nur die tollen Weine, sondern auch die Unterkunft und vor allem die Person, die sich hinter all dem verbirgt: Teresa Perusini.

Teresa ist eine außergewöhnliche Frau und ihre Erzählungen – die sie in fließendem Deutsch vermittelt – sind fesselnd. Die Familiengeschichte könnte einem Roman entstammen:
Ursprünglich aus Perugia stammend, musste die Familie vor der Pest fliehen und gelangte ins Friaul. Dort zeichneten die Perusinis, allen voran Giacomo (der Großvater von Teresa), verantwortlich für die Wiederentdeckung sowie Erhaltung einiger autochthoner Rebsorten. Ganz besonders zu erwähnen sei hier eine Studie, die der Großvater im Jahr 1906 über den Picolit geschrieben hat. Er analysierte darin den Picolit im Vergleich zu Bordeaux-Weinen. Persusini - Picolit Studie Das Original dieser Studie in Händen zu halten, war ein besonderer Moment.
Neben den Agrarwissenschaften war die Kunst ein zentrales Thema in der Familie Perusini. So wundert es auch nicht, dass Teresa selbst Kunsthistorikerin ist und dass das Weingut stellenweise einem Museum gleicht. Allein der Turm, der dem Anwesen etwas ganz Besonderes verleiht, ist – innen wie außen – eine einziges Kunstwerk.

Persusini - RossoBei Perusini wird aber nicht nur das Kunstinteresse befriedigt, sondern vor allem auch der Gaumen. Etwa 15 Hektar des insgesamt 60 Hektar großen Anwesens sind für die Weinproduktion – davon 60% Weißwein und 40% Rotwein – bestimmt. Aktuell ist man nicht nur dabei die Anbaufläche zu vergrößern, sondern sich auch in Richtung Bio zu orientieren.
Weiß: Ribolla Gialla, Chardonnay, Pinot Grigio, Sauvignon
Rot: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Refosco dal Penduncolo Rosso, Merlot etichetta nera (Cru), Rosso del Postiglione
Special: Picolit, Brut (60% Ribolla, 40% Chardonnay)

Persusini - WeinverkostungDem begeisterten Italien-Urlauber und Weinliebhaber dürfte das Phänomen, dass die Weine nach der Rückkehr zuhause plötzlich nicht mehr ganz so toll schmecken, nicht unbekannt sein. Nun, dieses „Problem“ haben wir bei Perusini nicht bemerkt. Auch wenn der Vorrat langsam zur Neige geht, erfreuen wir uns jedes Mal an den köstlichen Weinen. Während der sehr umfassenden Verkostung von allen (!) Weinen, war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und das obendrein zu absolut fairen Preisen.

Persusini - Casa RossaWäre das nicht schon genug, kann man auf dem Anwesen Perusini in einer der 11 Ferienwohnungen auch übernachten.  Wir haben uns für die etwas abgelegene Casa Rossa entschieden. Eingebettet in die herrliche Hügellandschaft der Colli Orientali kann man hier die Seele baumeln lassen. Unsere Unterkunft bot mehr als genug Platz, war zweckmäßig sowie mit viel Geschmack eingerichtet und verfügte über eine herrliche Terrasse.

Al Postiglione - ProsciuttoAl Postiglione - LardoAl Postiglione - BisteccaDas letzte Highlight unseres Besuchs des Weinguts Perusini war dann noch das Abendessen im Ristorante Al Postiglione. Ganz oben in den Hügeln des Anwesens gelegen, findet man nicht nur bezaubernde Menschen, sondern auch ganz hervorragend zubereitete Speisen. Begleitet wurden diese – wie kann es anderes sein – von Perusini Weinen. Es war mit Sicherheit einer der besten Abende, die wir je im Friaul verbracht haben.

tutto-friuli-tipp: Das Weingut Perusini bietet wirklich für jeden etwas. Sei es für Wein-Interessierte, Gourmets oder auch für Familien, die gerne abseits der Hotelhochburgen Urlaub machen wollen. Man sollte sich aber auf jeden Fall Zeit nehmen, denn es gibt viel zu sehen, zu erleben und zu schmecken. Noch mehr Eindrücke von unserem Besuch gibt es hier.

 

Azienda Agricola Perusini | Via del Torrione 13, loc. Gramogliano | 33040 Corno di Rosazzo | Tel +39 (0)432 759151 | info@perusini.com | www.perusini.com |

Prosciutto Prolongo

Prosciutto Prolongo Logo

Quelle: www.prolongo.it

Wenn man im Friaul unterwegs ist, kann man fast überall in den Genuss des Prosciutto di San Daniele kommen. Selbst wenn man keinen Hunger hat…ein bisschen San Daniele geht immer. Doch warum schmeckt dieser Rohschinken so köstlich und wie wird er gemacht? Diese Fragen wollten wir uns direkt in San Daniele von Experten beantworten lassen. Wir waren überrascht, wie viele Produzenten es in San Daniele gibt, da der Ort an sich nicht besonders groß ist. Von großen Schinken-Fabriken bis hin zum kleinen Familienbetrieb ist alles dabei. Da wir immer nach dem Besonderen, eher Unbekannten und vor allem Individuellen suchen, wollten wir uns einen der kleineren Betriebe ansehen.

Prolongo - AriannaDie Wahl fiel auf das Prosciuttoficio Prolongo Giovanni, ein im Jahr 1957 gegründetes Familienunternehmen. Die Firma wird heute von Alessio und Arianna, den Enkeln des Gründers Giovanni Prolongo, unter Berücksichtigung der Familientradition geführt. Praktischerweise spricht Arianna, die uns mit einem Lächeln empfängt, sehr gut Deutsch und somit können auch alle ohne Italienisch-Kenntnisse den Ausführungen über die Schinkenproduktion problemlos folgen.

Die Herstellung des Schinkens richtet sich ganz traditionell nach den Jahreszeiten. Die frischen Keulen, die ausschließlich von in Italien geborenen, aufgezogenen und geschlachteten Schweinen stammen, werden nur von Oktober bis Februar angeliefert und weiter verarbeitet. Zum Einsalzen wird ausschließlich grobes Meersalz verwendet, wobei das Gewicht der Keule vorgibt, wie lange sie im Salz verbleiben (1 Tag je Kilo). Anschließend werden die Keulen gepresst, jedoch ohne Einsatz von Maschinen, sondern traditionell zwischen langen Brettern und dem Eigengewicht. Danach müssen die Schinken trocknen und hier kommt das besondere Klima der Region ins Spiel. Die warmen Luftströme von der Adria, die kalten Winde von den Alpen, der besondere Boden, der Temperatur und Feuchtigkeit auf ganz eigene Weise speichern und wieder freigeben kann – all das macht dieses spezielle Mikroklima von San Daniele aus und erzeugt diesen einzigartigen Geschmack.

Prolongo - KeulenDie Schinken reifen in einem Raum, dessen Fenster je nach Witterung nur mit Rollläden geöffnet oder geschlossen werden. Ist der Prozess beendet, werden die offenen Stellen an der Keule mit einer Schmalzpaste versiegelt. Diese Paste besteht nur aus Schweinefett, Salz, Pfeffer und Reismehl und wird natürlich nur per Hand aufgetragen. Ab nun hat der Prosciutto Zeit zu atmen und zu reifen. Um eine möglichst hohe Qualität zu gewährleisten, wird regelmäßig kontrolliert: es wird geklopft, gedrückt, gerochen. Letzteres, also die Überprüfung des Geruchs, wird mittels eines Pferdeknochens gemacht. Dieser Knochen ist so beschaffen, dass er Gerüche sehr gut aufnehmen, sie aber auch schnell wieder abgeben kann.

Prolongo - DOP SiegelNach ca. 1 Jahr der Reifung und unzähligen Kontrollen, darf der Schinken das Gütesiegel DOP tragen und das, wie wir finden, zurecht. Nach der Führung durch den Betrieb, der mit einer kleinen Verkostung endet, kann man nicht umhin, auch noch einen Blick in die Regale des Shops zu werfen. Von der ganzen Keule, über aufgeschnittenen und folierten Prosciutto bis hin zu dem Schinken aus der Retro-Dose (als Souvenir), findet jeder etwas nach seinem Geschmack.

Prolongo - Shoptutto-friuli-tipp: Ein kleines, aber feines und sehr sympathisches Familienunternehmen, wo man – abseits der riesigen Firmen – sehen und erfahren kann, wie der San Daniele gemacht wird. Am besten vorher ein paar Panini besorgen, um anschließend den eben erst gekauften Prosciutto gleich wieder zu verspeisen.

 

Prosciuttoficio Prolongo | Viale Trento e Trieste, 129 | 33038 San Daniele del Friuli | Tel/Fax +39 (0)432 957161 | prosciutti@prolongo.it | www.prolongo.it |

Weintage 2016 SaalDer Tag des Friauler Weines 2016 fand diesmal nicht in der Ovalhalle des Wiener Museumsquartiers, sondern in den Räumlichkeiten des Hotel Courtyard by Marriott Messe Wien statt. Neben der Örtlichkeit waren aber es vor allem die neuen Weine, die für regen Zustrom sorgten.

Als Fans der friulanischen Weine kann uns auch ein – in manchen Winzer-Augen – schwierigerer Jahrgang wie 2014 nicht enttäuschen. Auch heuer wurden wir wieder fündig und durften ein paar tolle Weine probieren. Wenn man dann auch noch ein paar lieb gewonnene Bekannte aus dem Friaul trifft, macht es gleich umso mehr Spaß.

 
Wie üblich, wollen wir auch heuer wieder ein paar Weine nennen, die uns in Erinnerung geblieben sind – selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Weingut Flavio Pontoni hat uns gleich zu Beginn mit einem wunderbaren Pinot Grigio erfreut. Noch mehr beeindruckt hat uns der geschmacklich sehr „grüne“ Sauvignon. Wunderbare Weine gab es auch wieder von Castello Sant’Anna – vor allem der Ribolla Gialla war ein Traum. Colli di Poianis hatten einen schönen, kräftigen – in Barrique ausgebauten – Chardonnay dabei und Grillo Iole erfreute uns unter anderem mit einem tollen Sauvignon. Giorgio und Petra von Zorzon präsentierten ihren frischen G&P Vino Spumante Brut 2015 und wir wären am liebsten gar nicht mehr vom Verkostungstisch weggegangen.

Weintage 2016 ZorzonUnd wenn wir schon bei den Schaumweinen sind, müssen wir auf jeden Fall Gradis’ciutta mit einer sprudelnden Variante des Ribolla Gialla namens Sinefis erwähnen. Ein hervorragender Spumante, der uns ebenso toll wie der nicht sprudelnde Ribolla Gialla geschmeckt hat. Richtig „gefährlich“ – und das meinen wir im besten aller Sinne – war aber der 2013er Rosé Evola IGT von Stanig. Nur einer kleiner Schluck dieses Vino Spumante Brut hat in uns den Wunsch geweckt, das Weingut in Prepotto zu besuchen und diesen Rosé kistenweise einzukaufen. Ein spritziger und fruchtiger Spumante, der beim Trinken so richtig Freude bereitet.

Leider konnten wir dieses Mal nicht so lange bleiben, weshalb wir zum Thema Rotwein gerne die Empfehlung von Irene (La Salvia) weitergeben wollen: Den Schioppettino di Prepotto von Hilde Petrussa (Vigna Petrussa) muss man probieren…das lassen wir einfach mal so stehen und werden dem La Salvia demnächst einen Besuch abstatten. Und damit wir bis dahin nicht zu traurig sind, haben wir uns noch eine köstliche „Salame del Carso“ von Bajta für daheim mitgenommen.

So mancher mag sich wundern, warum wir in jedem Jahr die bereits bekannten Weingüter erwähnen. Nun, das ist einfach erklärt: Wir kennen die Weine dieser Winzerinnen und Winzer inzwischen recht gut und können so noch leichter erkennen, wie es um die Qualität der neuen Jahrgänge bestellt ist. Dennoch sollte sich jeder selbst ein Bild machen und das kann man nirgends besser als direkt im Friaul.

Zum Abschluss wollen wir noch erwähnen, dass im Bezug auf den Jahrgang 2015 sehr große Erwartungen seitens der Winzerinnen und Winzer bestehen…wir freuen uns jetzt schon darauf.

Cover Karnische HochzeitIm Februar 2015 ist Reinhard M. Czars neuer Friaul-Krimi erschienen. Wer mit diesem Namen (noch) nichts anfangen kann, sollte unbedingt mit seinem ersten Werk – Die Teufelsbrücke – beginnen. Wer diesen Lesespaß schon hinter sich hat, darf sich erneut auf einen spannenden Fall mit den schon bekannten Charakteren freuen.

Was mit den Vorbereitungen zu einer Doppelhochzeit beginnt, spitzt sich zu einem handfesten Kriminalfall zu. Der Autor, Reinhard M. Czar, lässt seine Helden – Commissario Camilieri und Kollege Forza – auf einen gefährlichen Gegner treffen und baut die Spannung kontinuierlich bis zum „Grande Finale“ auf.

Charmant, wie schon beim ersten Friaul-Krimi, fließen dabei auch immer wieder interessante Fakten über das Friaul in die Geschichte ein, was uns natürlich besondere Freude bereitet hat.

tutto-friuli-tipp: Diejenigen, die schon mal an den Orten des Geschehens waren, können richtig in die Geschichte eintauchen. Mehr sei aber an dieser Stelle nicht verraten. Einfach selber lesen!

Karnische Hochzeit – Commissario Camilieri ermittelt im Friaul | Mag. Reinhard M. Czar | Styria Verlag | ISBN 978-3-222-13495-1

Quelle: www.weintage.at

Quelle: www.weintage.at

Auch heuer war der Tag des Friauler Weines für uns ein gelungener Start ins Jahr. Der Veranstalter, Wolfgang Obermaier, hat es wieder geschafft, Winzerinnen und Winzer nach Wien zu holen und somit die Gelegenheit geschaffen, viele, viele Weine zu verkosten.

Wie schon bei der Ankündigung erwähnt, durften wir uns auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen. Es macht wirklich Spaß, wenn man von den WinzerInnen wiedererkannt und herzlich begrüßt wird, selbst wenn man nur ein einziges Mal bei Ihnen im Friaul war. Für uns ist das immer wieder eine Bestätigung wie besonders die Menschen dieser Region sind.

Logo von La Magnolia

Quelle: www.vinilamagnolia.it

 

In gewohnter Art und Weise, wollen wir an dieser Stelle keine Empfehlungen aussprechen, sondern lediglich ein paar Weine nennen, die uns besonders geschmeckt haben:
La Magnolia – hier waren die Weißweine durchgehend toll; erfreulich auch, dass es bei La Magnolia auch Übernachtungsmöglichkeiten (Bed&Breakfast) gibt und einer ausgedehnten Verkostung somit nichts im Wege steht.
Ronchi Rò delle Fragole – obwohl, laut Winzer Romeo, der Wein erst vor wenigen Wochen abgefüllt wurde und somit noch etwas zu jung schmeckt, waren wir vom Sauvignon 2013 sehr angetan. Es war übrigens genau jener Wein, den wir damals bei unserem Besuch kurz nach der Lese als Most direkt vom Fass probiert haben. Der damalige, positive Eindruck hat sich absolut bestätigt.
Ferlat Silvano – auch hier waren die Weißen überzeugend, allen voran der – für uns – sehr ungewöhnliche Pinot Grigio Ramato 2013.
Skok – gute Weißweine und ein Name den wir aus dem La Salvia (Yppenmarkt) kennen und schätzen gelernt haben.
ZorzonGrillo Iole sowie Colli di Poianis – nicht nur wegen der Weine, sondern auch weil es einfach liebenswerte Menschen sind, immer wieder einen Besuch wert.
Bagatto – ein sehr erfreuliches, kulinarisches Zwischenspiel mit köstlichem Prosciutto aus San Daniele.
Da Geschmäcker aber ja bekanntlich verschieden sind, können wir nur dringend raten, selbst ins Friaul zu reisen und soviel wie möglich zu probieren.

Ebenfalls wieder mit dabei waren auch Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac, die neben der völlig überarbeiteten, neuen Auflage ihres Buches „Unser Friaul“ auch ihr neues Buch „Unsere Friaul Rezepte“ präsentiert haben. Wie viele andere an diesem Abend, haben auch die beiden ein bisschen über das schwierige Wein-Jahr 2014 erzählt. Der Eigenbedarf ist zwar gedeckt, aber man muss ja auch mal andere Weine probieren, wie Gisela Hopfmüller mit einem Lächeln bestätigte.

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich der 2014er im Friaul entwickeln wird und freuen uns auf jeden Fall darauf.

Quelle: www.weintage.at

Quelle: www.weintage.at

Kommende Woche Dienstag, 20. Januar 2015, ist es endlich wieder soweit:
Tag des Friauler Weines

Auch heuer hat es Wolfgang Obermaier wieder geschafft, friulanische Winzer sowie Produzenten von regions-typischen Köstlichkeiten – wie etwa dem Prosciutto di San Daniele – nach Wien zu bringen.
Wie gewohnt hat man die großartige Gelegenheit, sich durch eine Vielzahl an Weinen zu verkosten und sich für den nächsten Ausflug ins Friaul inspirieren zu lassen.

 

 

Wir freuen uns schon auf tolle Weine und ein Wiedersehen mit ein paar alten Bekannten wie z.B.: Comelli PaolinoColli di PioanisGrillo IoleIl Roncal und Zorzon.

 

Tag des Friauler Weines | MuseumsQuartier, Ovalhalle | Museumsplatz 1, 1070 Wien | 14 bis 20:30 Uhr | Eintritt: € 18,- inkl. Katalog (ab 19.00 €10,-) | www.weintage.at

Il Roncal

Il Roncal - EinfahrtDen ersten Kontakt mit dem Weingut Il Roncal hatten wir Jahr 2013 im Rahmen der Friauler Weintage im Wiener Museumsquartier. Die Notiz im Kostkatalog war mehr als eindeutig: „Unbedingt besuchen!“. Die Entscheidung fällt da sehr leicht, wenn man die Weine probiert hat und dann auch noch die schönen Bilder auf dem Folder des Weinguts sieht. Da will man einfach hin.

Il Roncal - InnenhofUnser Besuch beim Weingut Il Roncal liegt inzwischen – leider – schon ein paar Monate zurück, die Erinnerungen daran sind aber so schön und erfreulich als wären wir erst kürzlich dort gewesen. Il Roncal liegt in den Colli Orientali, nahe der Stadt Cividale del Friuli, und ist ein Ort für gehobene Ansprüche. Dies merkt man schon, wenn man in die Auffahrt einbiegt, die von großen Zypressen gesäumt wird. Sobald man den Parkplatz erreicht hat, wird man aber schon vom nächsten Anblick beeindruckt. Ein wirklich wunderschöner Ort.

Il Roncal - RotweineDas Weingut wird von Martina Moreale geleitet, die sich mit viel Engagement und Liebe zum Detail um alles kümmert. Il Roncal umfasst etwa 20 Hektar und die Vielfalt sowie Qualität der Weinauswahl ist beeindruckend:
6 Rotweine – Cabernet Franc, Merlot, Refosco dal Peduncolo Rosso, Schioppettino, Civon (ein toller „gemischter Satz“ aus Refosco, Schioppettino und Cabernet Franc, der ganze 18 Monate im Barrique lagert bevor er weitere 8 Monate in Stahltanks kommt und dann nochmal 6 Monate in der Flasche gelagert wird), Pignolo
Il Roncal - Korken5 Weißweine – Friulano, Pinot Grigio, Ribolla Gialla, Sauvignon, Ploe di Stelis (ein weißer „gemischter Satz“ für den zusätzlich zum Sauvignon auch noch Chardonnay und Riesling verwendet werden, die extra für diesen Wein angebaut werden)
Weiters gibt es noch die Süßweine Verduzzo und Picolit sowie den Spumante Brut und den Ribolla Gialla Brut. Und wäre das noch nicht genug produziert Il Roncal zudem auch noch eine Grappa und eine kleine Menge hervorragendes Olivenöl.
Lange Rede, kurzer Sinn – eine Auswahl dieser Köstlichkeiten musste natürlich mit nach Hause.

Il Roncal - Verkostung IIWem die „kleine“ Platte während der Verkostung nicht reicht, bekommt von Frau Moreale ausreichend Tipps und Restaurant-Empfehlungen für die nahe gelegenen Orte Cividale und Prepotto. Hat man sich dann alle kulinarischen Wünsche erfüllt, kann sich in einem der neun geschmackvoll eingerichteten Zimmer oder dem kleinen Apartment bei Il Roncal entspannen.

Il Roncal - ZimmerWährend unseres Aufenthalts wurden übrigens gerade die letzten Arbeiten am Pool durchgeführt und wir ließen es uns nicht nehmen, diesen gleich mal auszuprobieren…eine willkommene Abkühlung während der heißen Sommertage und nicht nur deshalb auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Azienda Agricola & Agrituristica | Via Fornalis 148 | 33043 Cividale del Friuli | Tel +39 0432 730138 | Fax +39 0432 701984 | info@ilroncal.it | www.ilroncal.it |

Pordenone Wine & Food Love

Quelle:http://pordenone-wine-food-love.jimdo.com

Am 04.12.2014 findet im MuseumsQuartier Wien die Veranstaltung Pordenone Wine & Food Love statt. Hierbei soll das Gebiet rund um die Stadt Prodenone vorgestellt sowie kulinarische Genüsse präsentiert werden.

Die Vielfalt der Region, die von den Bergen der Dolomiten bis hin zur Ebene des Tagliamento reicht, darf  entdeckt und erkundet werden. 10 Weingüter werden ihre Weine präsentieren und Speisen der Region angeboten. Ebenso werden Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac ihre Bücher präsentieren und gerne ihr geliebtes Friaul vorstellen.

Die Weinverkosteung in der Ovalhalle im Museumsquartier finde von 14.00 bis 20.30 Uhr statt und der Eintritt ist frei (nach Verfügbarkeit).  Eine Registrierung unter obermaier@obermaier.co.at sowie http://pordenone-wine-food-love.jimdo.com/tourismus/ ist erforderlich. Auf der Homepage von Prodenone Wine & Food Love finden Sie auch ein Programm der Veranstaltung.

Mehr Informationen zur Region finden Sie im Internet bei:  CCIAA Pordenone, Consorzio DOC Friuli Grave und Consorzio Pordenone Tursimo


 


Festival Udine Castello 2014

Quelle: NICE TIME Incoming Tours

Das Festival Udine Castello ist ein wichtiges und interessantes musikalisches Event, das heuer – zum ersten Mal – an drei Wochenenden im Oktober 2014 in einer wunderschönen Kulisse stattfindet. Details zu diesem Event findet ihr hier.

Unsere Friulanische Freundin Sara von NICE TIME Incoming Tours  wurde von den Veranstaltern des Festival Udine Castello 2014 (Gemeinde Udine zusammen mit Associazione Amici della Musica di Udine) beauftragt, Arrangements mit Übernachtung, Eintrittskarte, und weiteren Leistungen zu organisieren und anzubieten. Dabei hat sie natürlich auch gleich an Tutto Friuli und unsere treuen Fans gedacht.

Wer sich bei der Reservierung als „Tutto Friuli“ Fan „outet“, dem wird ein Nachlass über Euro 15,00 p.P. auf das Package gewährt.

Und nicht vergessen…Udine bietet an diesen Wochenenden natürlich auch noch viele andere Highlights.
😉

Colli di Poianis

Colli di Poianis - Ausblick WeinbergFür einen Besuch beim Weingut Colli di Poianis sollte man sich wirklich Zeit nehmen. Es ist einer dieser Orte, wo irgendwie alles stimmt. Maura und Gabriele sind die beiden überaus herzlichen Gastgeber, die einem das Gefühl geben, man wäre bei alten Freunden auf Urlaub.

Colli di Poianis - HausInmitten der wunderschönen Hügellandschaft unterhalb des Bosco Romangno gelegen, unweit von Prepotto, kann man etwas Besonderes entdecken. Im geschmackvoll restaurierten Bauernhaus können Gäste in einem der 3 Apartments sowie 1 Doppelzimmer (mit romantischem Himmelbett) die Ruhe der Region genießen. Jede Unterkunft ist dabei nach einem – in unmittelbarer Nähe wachsenden – Wiesenkraut benannt. Wir haben die Annehmlichkeiten des Apartments Pungitopo (Mäusedorn) mit kleiner Küche genießen dürfen.

Colli di Poianis - Rebstock mit RoseAuf 11 Hektar werden sowohl Weiß- (ca. 60%) als auch Rotwein angebaut. Soweit ist das noch nicht ungewöhnlich, doch wenn man den Ausführungen von Gabriele folgt, merkt man schnell, wie tief er mit seiner Arbeit verwurzelt ist. Besonders schön für uns zu hören war, dass er trotz moderner Methoden und zum Teil computergestützter Produktion immer mehr zu den „alten“ Methoden seines Vaters und dem natürlichen Weinbau zurückkehrt.
Gabriele setzt für seinen Rotwein Holzfässer aus Eiche ein, aber auch der Friulano landet beim ihm im Holz. Bei letzterem wird dabei allerdings Akazie verwendet, da dieses Holz etwas süßer ist. Abgefüllt wird nur bei Schönwetter und zunehmendem Mond, ja selbst die Flaschenform ist etwas anders als im Rest der Gegend.

Wir hatten das Vergnügen einer umfassenden Verkostung sämtlicher „Klassiker“ der Region…
Friulano, Pinot Grigio, Ribolla Gialla, Malvasia, Sauvignon, Chardonnay, Spumante Brut…sowie Merlot, Cabernet Franc, Refosco dal Peduncolo Rosso, Schioppettino di Prepotto (DOC Friuli Colli Orientali – Sottozona Prepotto) und den Rosso Ronco della Poiana.
Eine kleine Auswahl hat sich zum Glück auch in unseren Kofferraum verirrt, sodass wir auch noch lange nach unserer Heimkehr etwas von den Weinen genießen können.

Colli di Poianis - HausMaura, die sich mit viel Hingabe und Liebe zum Detail um die Gäste kümmert, erwähnte schon am Tag unserer Anreise, dass sie quasi berühmt für ihr Frühstück sei. Jeder Italien-Urlauber kennt vermutlich den ernüchternden Moment, wenn ein paar trockene Panini, fast gefrorene Butter und im besten Fall noch Marmelade  als Frühstück aufgetischt werden. Ganz anders ist das bei Maura…ganz anders!

Colli di Poianis - Fruehstueck IColli di Poianis - Fruehstueck IIDie Vielfalt des Frühstücksangebots war unfassbar. Zwei verschiedene Sorten Schinken, eine wunderbare Salami, verschiedene Käsesorten – zum Teil mit frischen Kräutern noch verfeinert -, ein selbst gebackener Kuchen, wunderbares Brot (aus Hartweizengrieß statt normalem Weizenmehl), usw., usw.
Es war einfach traumhaft und wir verstehen nun sehr gut, warum Maura für ihr Frühstück berühmt ist. Was uns wirklich beeindruckt hat war, dass sie für 2 Personen den selben Aufwand treibt wie für 10 Gäste – keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit.

Colli di Poianis - Maura und Gabrieletutto-friuli-tipp: Zusammenfassend können wir einen Ausflug zu Maura und Gabriele von Colli di Poianis nur wärmstens empfehlen. Großartige Menschen mit einer beeindruckenden Passion für das was sie tun und das ganze an einem Ort wo man die Seele wunderbar baumeln lassen kann.

Colli di Poianis Soc. Agr. Semplice | Via Poianis 34/a | 33040 Prepotto | Tel/Fax +39 0432 713185 | info@collidipoianis.it | www.collidipoianis.it |

 

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